Sonntag, 6. April 2014

Der Tisch und was drauf steht – The table and what’s on top of it

Früher, als die Dinosaurier die Erde beherrschten, haben wir Pen&Paper einfach so gespielt, mit der Szenerie komplett in unserem Kopf. Das waren schöne Zeiten, als jeder sich einen Ork schnappte und mit dem Schwert/Streitkolben/Hammer auf ihn eindrosch, bis er am Boden lag. Wir hatten ja nicht mal Bögen damals!
Heute spielen wir ein Sci-Fi-Rollenspiel mit Schußwaffen, Deckung und jeder Menge Bewegung. Plötzlich werden Entfernungen, Schußwinkel und Kollateralschäden an explosiven Fässern wichtig. Spätestens wenn man das erste Mal hastig auf einem Zettel eine Skizze der zwielichtigen Raumstation, in der man sich gerade beschießt, gemacht hat, kommt man ins Grübeln… und zu Anleihen beim Tabletop.

Ich hatte ursprünglich gar nicht geplant, so sehr ins Darstellende zu gehen, aber eins kam zum anderen. Es begann damit, dass ich ein paar gegoogelte Deckpläne ausdruckte und billige Plastiksoldaten für ein paar Cent kaufte, um einen Ansturm von Husks auf meine Spieler darzustellen. Das Ergebnis war unwesentlich ansprechender als die Kugelschreiberskizze.
Dann aber schnappte sich eine meine Spielerinnen ein paar der Figürchen und baute daraus erstaunlich ansehnliche Figuren der Spielercharaktere. Das hat sie sehr ansprechend hier dokumentiert: Link zum Mondkunst-blog.

Das war schon ein ziemlicher Ansporn, und ich wurde gierig. Mit Gebäuden aus Pappschachteln, die ich mit Duct Tape beklebt habe, ging es (eher schlicht) los.
 Der nächste Schritt waren Metall-Laufstege simpelster Art: Pappe wurde mit Gewebeband beklebt, silbern angesprüht und in Streifen unterschiedlicher Größe beklebt (ein Trick, den ich in irgendeinem Tabletop-Bastelforum aufgeschnappt habe – ich weiß leider ums Verrecken nicht mehr, wo). 
Dazu kam dann ein Whiteboard, das ich günstig bei Amazon gekauft habe. Es ist groß genug, darauf ordentlich zu spielen, paßt aber noch gut auf den Tisch zwischen die Sachen der Spieler. Darauf kann ich die ehemaligen Kugelschreiberskizzen jetzt ordentlich mit Whiteboard-Markern erledigen. Außerdem ist das Ding magnetisch – das macht das ganze stabiler.
Eine Einschienenbahn aus Pappkartons später kam dann die erste Action an einer senkrechten Wand. Eine Bergbauanlage wurde noch sehr simpel mit einer hochkant gestellten Metallplatte, Magnetpins und angeklebten Pappschachteln dargestellt.
Ich habe dann recht schnell http://rpg.drivethrustuff.com/index.php gefunden.  Dort gab es zwei Dinge, die mich unglaublich begeistert haben: zum einen die Deckpläne von Future Armada, zum anderen die Raumstations-Bodenplatten Star Station Zero (http://rpg.drivethrustuff.com/product/88583/Star-Station-Zero-Basic-Set ) von Art Gun. 
Vor allem letztere sind großartig. Ich habe sie in Farbe drucken lassen, ausgeschnitten und dann laminiert. Dann habe ich noch Aufklebemagneten (ebenfalls Amazon) bestellt und in die Ecken geklebt. Die Dinger sehen großartig aus, sind robust und verrutschen dank der Magnete nicht. Zusammen mit den Figuren machen sie schon durchaus was her.Sie sind vor allem geeignet, um schnell nicht vorbereitete Locations modular zu improvisieren. Die Türen und Kisten sind außerdem großartig, um die für Mass Effect typische Deckung in Feuergefechten zu bieten. Mir gefällt die Kulisse – sie ist ganz optisch passabel, sehr vielseitig und vor allem war sie wirklich preisgünstig. :-) 

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A long time ago, when dinosaurs roamed the earth, we played pen&paper just so, with the whole scenery panning out in our heads. Those were wonderful times, as everyone just grabbed an orc and hit him with a sword/mace/hammer until he fell to the ground beaten. We didn’t even have bows!
Today we’re playing a sci fi rpg with guns, cover and a lot of movement. Suddenly the measuring of distance, angle and collateral damage to explosive barrels becomes important. But when you finally find yourself hastily scribbling down some sketch of the shady space station your players are being shot in, you start thinking... and researching tabletop gaming.

I hadn't planned on using so much display on the table, but one thing led to another. It started with some deck plans i googled up and printed out, and with some plastic soldiers i bought for a few cents. With those, I played out a horde of husks rushing in on the characters. The result was marginally more appealing than the ball pen sketch. 

But then, one of my players asked for some of the toy soldiers, and she made some pretty good-looking miniatures of the player characters out of them. She documented the process here: Link Mondkunst-blog.


That was quite a motivational push, and I got greedy. Buildings out of small cardboard boxes wrapped in duct tape were next - still pretty simple.
The next step were simple metal walkways: I put fibre tape on cardboar an sprayed it with silver colour. Then I cut it in stripes of different sizes (a trick I found somewhere in a tabletop forum, i can't remember where, though). 
Next came a cheap whiteboard I found on Amazon. It's large enough to use for the game, but it still fits on the table between the player's stuff.Now I can do the ball pen scribblings properly, with whiteboard markers. Plus: the thing's magnetic - that makes the whole thing a lot more stable. 
One monorail of cardboard boxes later there came the first action on a vertical wall. A mining facility was imagined, very simple, with the use of an upright metal plate, some magnetic pins and plastered cardboard boxes. 
Pretty quickly i found http://rpg.drivethrustuff.com/index.php. There were two things that amazed me: one were the space ship floor plans of Future Armada, and the other were the space station tiles of Star Station Zero (http://rpg.drivethrustuff.com/product/88583/Star-Station-Zero-Basic-Set ) by Art Gun.
The latter are awesome. I printed them in colour, cut them out and laminated them. Then I put adhesive magnets (Amazon as well) in the corners of their backside. Those things look amazing, are resilient and don't slip out of position thanks to the magnets. Combined with the miniatures they look surprisingly good. They excel at improvising locations in a modular way. Doors and crates are great for the typical mass effect style of providing cover in a firefight. I like that setup: it's looks okay, it's versatile and, above all, it's really reasonably priced. :-)